• Mit herzlichem Dank für Ihr Vertrauen beenden wir den Pflanzenversand für diesen Herbst.
    Gutscheine, Bücher und andere Geschenkideen versenden wir weiterhin.

Biologischer Pflanzenschutz

Wie die Natur sich schützt

Wo biologischer Pflanzenschutz beginnt

Die richtige Pflanze am richtigen Standort

Wer den natürlichen Lebensbereich seiner Pflanzen beachtet, der sorgt von vorn herein dafür, dass die Pflanzen weniger Stress ausgesetzt sind. Denken Sie daher an:
• die Lichtbedürfnisse (Sonne, lichter Schatten oder Schatten)
• die Bodenansprüche (schwerer/lockerer Boden, sauer/neutral/alkalischer Boden)
• die Wasserbedürfnisse (feuchter Standort, trockener Standort)

Bodenverbesserung & Mulchen

• Bodenprobleme z.B. bei schweren, tonigen Böden lassen sich über die Zeit durch Humusanreicherung mildern oder gar ganz lösen. Regelmäßiges Ausbringen von gut abgelagertem, gesiebtem Kompost regt dabei das Bodenleben an und führt zu einer Belüftung des Bodens.
• Um eine Austrocknung des Bodens zu reduzieren und konkurrenzstarke Wildkräuter zu unterdrücken kann mit folgendem Material gemulcht werden:
Beetstauden mit Kompost oder Grasmulche
Trockenheitsverträgliche Stauden mit mineralischem Mulch wie Kies oder Lavamulch
Gehölzrand- und Schattenstauden mit feinem Rindenmulch/Rindenhumus

Sortenauswahl

Dank beständiger Züchtungsarbeit gibt es heute eine Vielzahl an Stauden, Rosen und anderer Gehölze, die wesentlich robuster und krankheitsresistenter sind als ihre Vorgänger. Orientierungshilfe bieten etwa die Sichtungsgärten in Deutschland. Bei den Rosen die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR).

Düngung

Düngen Sie möglichst mit organischem Dünger wie Kompost, Hornspäne etc. Diese Dünger bieten erwünschten, bodenbürtigen Mikroben Nährstoffe und sorgen nicht nur für eine ausgewogene Pflanzenernährung sondern auch ein florierendes Bodenleben. Dies wiederum beeinflusst positiv die Fähigkeit der Pflanzen, Nährstoffe aufzunehmen. Sie tun somit doppelt Gutes!

Stärkung

Gestärkte Pflanzen ertragen Stress besser. Sie werden robuster und sind weniger krankheitsanfällig. Homöopathische und pflanzliche Stärkungsmittel wie Biplantol, Schachtelhalmbrühe oder Brennnesseljauche können dies fördern.

Wässern

Gießen Sie Ihre Pflanzen lieber weniger oft, dafür jedoch kräftig. Die Zeit des Austrocknens für zu vermehrter Wurzelbildung und Abhärtung der Pflanze. Faustregel: Gießen Sie nur alle 2-3 Tage. Dazwischen hat der Wurzelballen Zeit, abzutrocknen.

Nützlingsförderung

So laden sie wilkkommene tierische Helfer in Ihren Garten ein:
• Schaffen Sie Rückzugsorte für Amphibien (z.B. Eidechsen) in Form von Steinhaufen und Trockenmauern
• Halten Sie Ihren Garten nicht zu sauber ( eine Ecke mit einem Totholz oder Laubhaufen dient einer Vielzahl von Lebewesen, wie etwa Igeln)
• Pflanzen Sie Insektenweidepflanzen wie Doldenblütler (z.B. Kerbel) und Lippenblütler (Katzenminze, Duftnessel oder Steinquendel) an.
• Bekannte Nützlinge: Vögel, Spitzmäuse (nicht Wühlmäuse!), Kröten, Marienkäfer, Wespen (sie fressen andere Insekten und Läuse), Spinnen, Schwebfliegen und Florfliegen.

Schädlinge / Schaderreger und ihre Bekämpfung

Läuse und andere saugende Insekten

• Läuse mit einem starken Wasserstrahl abspülen oder mit den Fingern abstreifen
• An heißen Tagen Pflanzen morgens nass abspritzen, denn Läuse lieben Lufttrockenheit!
• Fördern Sie Nützlinge wie Marienkäfer und ihre hungrigen Larven
• bei akutem Befall helfen Pflanzenschutzmittel von Neudorff (Neudosan und Spruzit) Raupen
• Raupen von Hand absammeln
• Spritzen der betroffenen Pflanze mit dem natürlich wirkenden Bazillus thuringiensis (Neudorff Xentari Raupenfrei)

Schnecken

• Nützlinge wie Igel und Vögel im Garten fördern
• Absammeln und zerschneiden der Schnecken (schnellste Erlösung für die Tiere!)
• Im Frühjahr Bretter auslegen, da Schnecken darunter ihre Eier ablegen und sich verstecken
• kein totes, organisches Material liegenlassen
• Im Frühjahr im gesamten Garten Schneckenkorn ausbringen (z.B. Neudorff Ferramol)
• Homöopathische Mittel anwenden (Helix textosea Globoli C30) - Literaturhinweis:
Christiane Maute „Homöopathie im Garten“

Pilze

Stauden:

• Rückschnitt betroffener Pflanzen und Verbrennen des Schnittguts oder Entsorgung im Restmüll (z.B. bei Päonien)
• Werkzeug nach Gebrauch mit Alkohol oder heißem Wasser und Seife desinfizieren
• Pflanzen stärken z.B. mit Biplantol Vital

Rosen:

• Rosen nach Standort auswählen
• Morgens gießen und an heißen Tagen oder bei langer Trockenheit morgens überbrausen Sternrußtau & Rosenrost
• erkranktes Laub entfernen und Neudorff Fungisan anwenden
• im Herbst altes Rosenlaub entfernen. Bei schwerem Befall auch die oberste Bodenschicht mit abtragen
• Pflanzen stärken

Biologischer Pflanzenschutz besteht immer aus einer Kombination von Stressvermeidung der Pflanzen, Förderung von Nützlingen und dem Tolerieren von einem gewissen Grad an Schadorganismen.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Die Datenschutzbestimmungen habe ich zur Kenntnis genommen

  • Richtig und wichtig, dass man zwischen Nützlingen und Schädlingen unterscheiden muss. Gerade Wespen werden ja im Sommer von vielen als lästig empfunden, aber sie sind eben sehr hilfreich, wenn es um biologischen Pflanzenschutz geht.

  • Antwort von der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin:

    Da haben Sie vollkommen Recht! Und je mehr man sich mit den Tieren beschäftigt, um so mehr lässt sich auch entdecken und erfahren.