• Liebe Kundin, lieber Kunde,
    Pflanzen sind empfindliche Geschöpfe und sie können sehr unter Wärme und Trockenheit leiden.
    Um unsere Stauden nicht den Gefahren eines sommerlichen Hitzeschocks auf dem Versandweg auszusetzen,
  • unterbrechen wir unseren Versand bis Anfang September. Zubehör und Accessoires verschicken wir im August.
    Wir wünschen Ihnen schöne Sommertage!
    Ihr Team der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin

Pflanzen, Boden, Standort

Pflanzen Boden Standort

Alles über Pflanzen, zum Boden und den richtigen Standort

Was ist eine Staude?

Stauden sind mehrjährige krautige Pflanzen, welche in Speicherorganen (Rhizomen) den Winter überdauern. Im Gegensatz zu Gehölzen bilden sie kein verholzendes Zweig- und Stammgerüst aus. Im Herbst sterben die oberirdischen Teile, also Blätter und Blüten ab. Die Erneuerungsknospen, in denen die Pflanze überdauert, liegen an der Erdoberfläche oder knapp darunter. Es gibt auch immer- und  wintergrüne Arten, die sich nie komplett zurückziehen. 

Was bedeutet immergrün?

Stauden, die das ganze Jahr über ihr Laub behalten und im Winter nicht absterben, werden "immergrün" genannt. Aus dem Schattenbereich sind das z.B. Vinca minor, das kleine Immergrün und Pachysandra terminalis, der Ysander. Im Steingartenbereich zählen z.B. Aubrieta, das Blaukissen, oder Alyssum, das Steinkraut, dazu.

Was bedeutet wintergrün?

Stauden, die über den Winter ihr Laub behalten, das dann aber im Frühling abgeschnitten wird, damit das frische neue Laub durchtreiben kann, werden als "wintergrün" bezeichnet. Dazu zählt z.B. Epimedium x rubrum, die Elfenblume.

Sind Gräser und Farne auch Stauden?

Botanisch gesehen gehören Gräser und Farne auch zu den Stauden. Sie werden als eigene Gruppe behandelt und haben in unserem Staudengärtnereishop eine eigene Rubrik. Farne sind schöne Blattschmuckpflanzen, die sich ideal als Strukturbildner im eher halbschattigen Staudenbeet eigenen. Gräser überzeugen mit ihrem auffälligen Blattwuchs und ihren zarten Blüten und Samenständen, die auch im Winter attraktiv sind.

Wann werden Stauden gepflanzt?

Containerpflanzen, also Stauden in Töpfen, jederzeit. Hauptpflanzzeiten sind traditionell das Frühjahr und der Herbst, weil dann das Wetter mild ist und wegen der üblichen Regenfälle wenig gegossen werden muss. Stauden, die im Frühjahr gepflanzt werden, blühen oft schon im Sommer oder Herbst desselben Jahres. Stauden, die rechtzeitig im Herbst gepflanzt werden, gehen schon gut eingewurzelt in den Winter und entwickeln sich im kommenden Jahr prächtig.
Wurzelnackte Ware, also Pflanzen ohne Topfballen, wird nur zu bestimmten Zeiten im Jahr geliefert und direkt gepflanzt.

Wurzelnackte Ware

Iris, Pfingstrosen und Taglilien gibt es nicht nur im Topf, sondern werden zum Teil direkt für Ihren Auftrag frisch ausgegraben. Die Pflanzen haben dann keinen Topfballen. Die Qualität erkennen Sie an dem kräftigen Wurzelballen, aus dem die Pflanze schnell anwächst. Sollten Sie keine Zeit haben, die wurzelnackten Stauden direkt einzupflanzen, wenn zum Beispiel das Beet noch nicht fertig ist, lassen sich diese gut einschlagen. Das bedeutet, Sie pflanzen die Stauden einfach in einem freien Platz in normalen Gartenboden ein. Dort werden sie beginnen, einige Wurzeln zu bilden. Wenn Sie die Pflanzen dann an ihren endgültigen Standort versetzten wollen,  graben Sie die Stauden vorsichtig wieder aus und setzten sie um.
Viele Iris, Pfingstrosen und Taglilien-Sorten sind über das ganze Jahr auch im Container/Topf vorrätig.

In welchen Boden werden Stauden gepflanzt?

Für die meisten Stauden ist ein normaler krümeliger Lehmboden (normaler Gartenboden) völlig ausreichend. Falls es besonders trockenheitsliebende Stauden sind, haben sie Symbol 1 Wassertropfen und Nässeschutz. Bei diesen Pflanzen einfach vor dem pflanzen Sand oder Kies einarbeiten, damit der Boden durchlässiger wird. Weil die Stauden meistens keine metertiefen Wurzeln bilden, reicht es, den Boden spatentief, also 30 cm zu lockern und dabei den Sand oder Kies unterzumischen. Natürlich sollten alle Wurzelunkräuter sorgfältig entfernt werden.

Welche Bodenart habe ich?

Leichter (Sand-)Boden

Sandboden hat eine grobe Körnung. Er lässt sich nicht formen und rieselt durch die Finger. Der Boden ist zwar gut durchlüftet, aber die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe ist gering. Um im Sandboden ein Staudenbeet anzulegen, sollte Kompost eingearbeitet werden. Tonmehl, z.B. Bentonit mit 0,5 bis 1 kg pro m², leistet ebenfalls gute Dienste. Auch Kiesbeete bzw. Beete im mediterranen Stil sind für Sandböden zu empfehlen.

Schwerer (Ton-)Boden

Tonboden hat eine sehr feine Körnung. Er färbt ab und lässt sich formen. Der Boden hat eine hohe Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, tendiert aber zur Staunässe. Hier sollt man  vor dem Pflanzen von Stauden gerne Steinmehl, Kompost oder organische Substanz in Form von Rindenhumus einarbeiten.
Grober Splitt oder Kalkschotter in Mengen von 10-20l/m² ist gut geeignet wenn Beete im mediterranen Stil angelegt werden sollen. 

Krümeliger Lehmboden – mittlerer Boden

Die Körnung ist aus groben und feinen Partikeln zusammengesetzt. Die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe ist optimal. Für Staudenpflanzungen ist dieser Boden durch den hohen Humusgehalt optimal, er ist stark belebt. Organischer Dünger, Kompost und Mulch werden schnell umgesetzt. 

Welchen pH-Wert mögen meine Stauden?

Der pH-Wert kennzeichnet den Säure- oder Kalkgehalt eines Bodens. Die meisten Stauden sind mit einem leicht sauren bis neutralen (pH 5,5-8) oder eher kalkhaltigem Boden zufrieden. Um den pH-Wert zu ermitteln, gibt es einfache Bodentests. Stauden, die sauren Boden mögen, finden Sie unter Moorbeetpflanzen/Rhododendronbegleiter.

Einige als Wildkräuter eingestufte Pflanzen geben Auskunft über den Kalkgehalt des Bodens. Kalkzeiger sind z.B. Ackerwinde, Brennnessel, Huflattich, Klatschmohn, Löwenzahn oder Taubnessel.

Säurezeiger sind z.B. Sauerampfer, Sauerklee, Hundskamille, Schachtelhalm oder Adlerfarn.

Welche Bodenvorbereitung ist vor dem Pflanzen nötig?

Sie sollten alle Wurzelunkräuter sorgfältig entfernen, den Boden spatentief lockern, d.h. etwa 30 cm tief umgraben und nach Möglichkeit mit gut abgelagertem Kompost verbessern. Anschließend die Pflanzfläche ebnen. 

Gute Dienste leistet auch ein Unkrautvlies, das vor dem Pflanzen auf die Erde gelegt wird. Darauf werden die Pflanzen ausgelegt. Zum Pflanzen wird das Vlies dann mit einem Teppichmesser kreuzförmig eingeschnitten und die Stauden in die Erde eingepflanzt.

Welche Anwachspflege muss ich meinen Stauden geben?

Normalerweise reicht zum Anwachsen ein wöchentliches kräftiges Wässern über 3-4 Wochen lang aus, wenn es nicht regnet. Dann haben die Stauden neue Wurzeln gebildet und benötigen keine zusätzliche Wässerung. Wird im Sommer gepflanzt, bitte je nach Witterung 2-3x pro Woche gießen.

Einmal im Monat sollte das Beet auf Unkraut bzw. Wildkrautwuchs kontrolliert und ggf. gejätet werden, damit sich die Stauden etablieren können. 

Wird im Spätherbst gepflanzt, bitte die Neupflanzung bis zum frühen Frühjahr mit Reisig oder Gartenvlies abdecken. Darauf achten, dass die Stauden gut angedrückt werden, damit sie nicht nach oben frieren und hoch gedrückt werden. Sollte das doch der Fall sein, bitte nach dem Winter wieder kräftig andrücken.

Was ist Kompost?

Kompost besteht aus organischem Material, z.B. aus organischen Gartenabfällen. Er steigert die Fruchtbarkeit des Bodens und fördert mit seinen Millionen von Bodenlebewesen die Krümelstruktur im Boden. Gut abgelagerter Gartenkompost (circa 1 bis 3/4 Jahre alt) kann gerne jedes Frühjahr als Dünger und zur Bodenverbesserung im Staudenbeet oder bei der Neuanlage von Staudenbeeten ausgebracht werden. Kompost kann inzwischen auch bei den meisten Stadtwerken bezogen werden.

Was ist ein Unkrautvlies?

Bei Neuanlagen von Staudenbeeten oder Steingartenbeeten kann ein Unkrautvlies gute Dienste leisten. Die Pflanzfläche wird wie unter dem Punkt ‚In welchen Boden werden Stauden gepflanzt’ vorbereitet und die Erde mit dem Vlies abgedeckt. Bitte keine günstige Plastikfolie wählen, sondern ein hochwertiges, atmungsaktives und wasserdurchlässiges Gewebevlies. Durch das Vlies können Wildkräuter nur schwer hindurch wachsen. Wasser, Luft und Nährstoffe werden gut in der Erde gehalten.

Wie pflanze ich meine Stauden ein?

Nachdem Sie den Boden feinkrümelig und eben vorbereitet haben, sollten Sie die Pflanzen erst einmal an ihren zukünftigen Platz legen, um noch Veränderungen vornehmen zu können. Erst wenn alles Ihren Vorstellungen entspricht, pflanzen Sie die Stauden so, dass sie im Beet etwas tiefer sitzen wie im Topf, da sich der lockere Boden noch senkt. Dabei leistet ein Handspaten gute Dienste. Bitte kräftig andrücken und angießen. Je nach Nährstoffgehalt des Bodens empfiehlt sich meist auch eine leichte Düngung. 

Welchen Pflanzabstand brauche ich für meine Stauden?

Der richtige Pflanzabstand hängt einerseits davon ab, wie breit die einzelnen Stauden einmal werden, andererseits auch davon, wann sie ein geschlossenes Bild geben sollen. Unter der Rubrik 'Standort' in unserem Staudengärtnereishop ist bei den einzelnen Stauden der Bedarf pro m² angegeben.

Als Faustzahl rechnet man etwa 5 bis 6 Beetstauden je m², bei breitwüchsigen genügen auch 2 bis 3. Bei kleineren Beetstauden geht man von 6 bis 8, bei vielen Steingartenpflanzen von 8 bis 10 pro m² aus. Für Pflanzungen, die sehr schnell geschlossen sein sollen, wie bei der Grabbepflanzung, können auch 15 bis 20 Pflanzen benötigt werden.

Welchen Standort möchten meine Stauden?

Für jeden Standort gibt es die richtige Staude! Am richtigen Standort bleiben die Pflanzen gesund, wachsen und blühen reich. Die Symbole Sonne, Halbschatten, Schatten, die auch in unserem Katalog oder im Online-Shop verwendet werden, kennzeichnen die Lichtverhältnisse, die die Stauden benötigen. Die Anzahl der Tropfen zeigen die Bodenansprüche der Stauden von trocken bis sehr feucht. 

Kann ich unter Bäumen und Sträuchern Stauden pflanzen?

Möchten Sie schwierige Standorte unter Bäumen und Sträuchern mit Stauden bepflanzen, wo der Boden durch die Gehölze stark verfilzt ist, bringen sie eine etwa 10 cm hohe Schicht Humus (z.B. Kompost) aus. Anschließend pflanzen Sie geeignete Bodendecker hinein und gießen die Pflanzen in den ersten Wochen regelmäßig. Geeignete Pflanzen finden sie unter Trockener Schatten. 

Was charakterisiert einen sonnigen Standort?

Die Sonne scheint den ganzen Tag oder die überwiegende Zeit, immer aber in den wärmsten Stunden des Tages ab Mittag oder Nachmittag ungehindert auf die Fläche.

Was charakterisiert einen absonnigen/hellen Standort?

Das Beet hat keine direkte Sonneneinstrahlung, die Fläche liegt aber die meiste Zeit des Tages und immer während der heißen Stunden im hellen Bereich von Gehölzen und Gebäuden.

Welches Klima mögen die Stauden aus der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin?

Das Markgräflerland, in dem unsere Stauden angezogen werden, ist durch warme lange Sommer und kalte Winter gekennzeichnet, der Schwarzwald liegt gleich nebenan! 

Demzufolge können Sie unsere Stauden in allen Teilen Deutschlands ohne Probleme verwenden. In besonders rauen Gebieten achten Sie bitte auf die Symbole →Winterschutz, →Früh! (Frühjahrspflanzung empfohlen) und →Kübelpflanze, frostfrei überwintern und schützen diese so ausgezeichneten Pflanzen extra.

Alles über Pflanzen, zum Boden und den richtigen Standort Was ist eine Staude? Stauden sind mehrjährige krautige Pflanzen, welche in Speicherorganen (Rhizomen) den Winter überdauern. Im... mehr erfahren »
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Pflanzen, Boden, Standort

Pflanzen Boden Standort

Alles über Pflanzen, zum Boden und den richtigen Standort

Was ist eine Staude?

Stauden sind mehrjährige krautige Pflanzen, welche in Speicherorganen (Rhizomen) den Winter überdauern. Im Gegensatz zu Gehölzen bilden sie kein verholzendes Zweig- und Stammgerüst aus. Im Herbst sterben die oberirdischen Teile, also Blätter und Blüten ab. Die Erneuerungsknospen, in denen die Pflanze überdauert, liegen an der Erdoberfläche oder knapp darunter. Es gibt auch immer- und  wintergrüne Arten, die sich nie komplett zurückziehen. 

Was bedeutet immergrün?

Stauden, die das ganze Jahr über ihr Laub behalten und im Winter nicht absterben, werden "immergrün" genannt. Aus dem Schattenbereich sind das z.B. Vinca minor, das kleine Immergrün und Pachysandra terminalis, der Ysander. Im Steingartenbereich zählen z.B. Aubrieta, das Blaukissen, oder Alyssum, das Steinkraut, dazu.

Was bedeutet wintergrün?

Stauden, die über den Winter ihr Laub behalten, das dann aber im Frühling abgeschnitten wird, damit das frische neue Laub durchtreiben kann, werden als "wintergrün" bezeichnet. Dazu zählt z.B. Epimedium x rubrum, die Elfenblume.

Sind Gräser und Farne auch Stauden?

Botanisch gesehen gehören Gräser und Farne auch zu den Stauden. Sie werden als eigene Gruppe behandelt und haben in unserem Staudengärtnereishop eine eigene Rubrik. Farne sind schöne Blattschmuckpflanzen, die sich ideal als Strukturbildner im eher halbschattigen Staudenbeet eigenen. Gräser überzeugen mit ihrem auffälligen Blattwuchs und ihren zarten Blüten und Samenständen, die auch im Winter attraktiv sind.

Wann werden Stauden gepflanzt?

Containerpflanzen, also Stauden in Töpfen, jederzeit. Hauptpflanzzeiten sind traditionell das Frühjahr und der Herbst, weil dann das Wetter mild ist und wegen der üblichen Regenfälle wenig gegossen werden muss. Stauden, die im Frühjahr gepflanzt werden, blühen oft schon im Sommer oder Herbst desselben Jahres. Stauden, die rechtzeitig im Herbst gepflanzt werden, gehen schon gut eingewurzelt in den Winter und entwickeln sich im kommenden Jahr prächtig.
Wurzelnackte Ware, also Pflanzen ohne Topfballen, wird nur zu bestimmten Zeiten im Jahr geliefert und direkt gepflanzt.

Wurzelnackte Ware

Iris, Pfingstrosen und Taglilien gibt es nicht nur im Topf, sondern werden zum Teil direkt für Ihren Auftrag frisch ausgegraben. Die Pflanzen haben dann keinen Topfballen. Die Qualität erkennen Sie an dem kräftigen Wurzelballen, aus dem die Pflanze schnell anwächst. Sollten Sie keine Zeit haben, die wurzelnackten Stauden direkt einzupflanzen, wenn zum Beispiel das Beet noch nicht fertig ist, lassen sich diese gut einschlagen. Das bedeutet, Sie pflanzen die Stauden einfach in einem freien Platz in normalen Gartenboden ein. Dort werden sie beginnen, einige Wurzeln zu bilden. Wenn Sie die Pflanzen dann an ihren endgültigen Standort versetzten wollen,  graben Sie die Stauden vorsichtig wieder aus und setzten sie um.
Viele Iris, Pfingstrosen und Taglilien-Sorten sind über das ganze Jahr auch im Container/Topf vorrätig.

In welchen Boden werden Stauden gepflanzt?

Für die meisten Stauden ist ein normaler krümeliger Lehmboden (normaler Gartenboden) völlig ausreichend. Falls es besonders trockenheitsliebende Stauden sind, haben sie Symbol 1 Wassertropfen und Nässeschutz. Bei diesen Pflanzen einfach vor dem pflanzen Sand oder Kies einarbeiten, damit der Boden durchlässiger wird. Weil die Stauden meistens keine metertiefen Wurzeln bilden, reicht es, den Boden spatentief, also 30 cm zu lockern und dabei den Sand oder Kies unterzumischen. Natürlich sollten alle Wurzelunkräuter sorgfältig entfernt werden.

Welche Bodenart habe ich?

Leichter (Sand-)Boden

Sandboden hat eine grobe Körnung. Er lässt sich nicht formen und rieselt durch die Finger. Der Boden ist zwar gut durchlüftet, aber die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe ist gering. Um im Sandboden ein Staudenbeet anzulegen, sollte Kompost eingearbeitet werden. Tonmehl, z.B. Bentonit mit 0,5 bis 1 kg pro m², leistet ebenfalls gute Dienste. Auch Kiesbeete bzw. Beete im mediterranen Stil sind für Sandböden zu empfehlen.

Schwerer (Ton-)Boden

Tonboden hat eine sehr feine Körnung. Er färbt ab und lässt sich formen. Der Boden hat eine hohe Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, tendiert aber zur Staunässe. Hier sollt man  vor dem Pflanzen von Stauden gerne Steinmehl, Kompost oder organische Substanz in Form von Rindenhumus einarbeiten.
Grober Splitt oder Kalkschotter in Mengen von 10-20l/m² ist gut geeignet wenn Beete im mediterranen Stil angelegt werden sollen. 

Krümeliger Lehmboden – mittlerer Boden

Die Körnung ist aus groben und feinen Partikeln zusammengesetzt. Die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe ist optimal. Für Staudenpflanzungen ist dieser Boden durch den hohen Humusgehalt optimal, er ist stark belebt. Organischer Dünger, Kompost und Mulch werden schnell umgesetzt. 

Welchen pH-Wert mögen meine Stauden?

Der pH-Wert kennzeichnet den Säure- oder Kalkgehalt eines Bodens. Die meisten Stauden sind mit einem leicht sauren bis neutralen (pH 5,5-8) oder eher kalkhaltigem Boden zufrieden. Um den pH-Wert zu ermitteln, gibt es einfache Bodentests. Stauden, die sauren Boden mögen, finden Sie unter Moorbeetpflanzen/Rhododendronbegleiter.

Einige als Wildkräuter eingestufte Pflanzen geben Auskunft über den Kalkgehalt des Bodens. Kalkzeiger sind z.B. Ackerwinde, Brennnessel, Huflattich, Klatschmohn, Löwenzahn oder Taubnessel.

Säurezeiger sind z.B. Sauerampfer, Sauerklee, Hundskamille, Schachtelhalm oder Adlerfarn.

Welche Bodenvorbereitung ist vor dem Pflanzen nötig?

Sie sollten alle Wurzelunkräuter sorgfältig entfernen, den Boden spatentief lockern, d.h. etwa 30 cm tief umgraben und nach Möglichkeit mit gut abgelagertem Kompost verbessern. Anschließend die Pflanzfläche ebnen. 

Gute Dienste leistet auch ein Unkrautvlies, das vor dem Pflanzen auf die Erde gelegt wird. Darauf werden die Pflanzen ausgelegt. Zum Pflanzen wird das Vlies dann mit einem Teppichmesser kreuzförmig eingeschnitten und die Stauden in die Erde eingepflanzt.

Welche Anwachspflege muss ich meinen Stauden geben?

Normalerweise reicht zum Anwachsen ein wöchentliches kräftiges Wässern über 3-4 Wochen lang aus, wenn es nicht regnet. Dann haben die Stauden neue Wurzeln gebildet und benötigen keine zusätzliche Wässerung. Wird im Sommer gepflanzt, bitte je nach Witterung 2-3x pro Woche gießen.

Einmal im Monat sollte das Beet auf Unkraut bzw. Wildkrautwuchs kontrolliert und ggf. gejätet werden, damit sich die Stauden etablieren können. 

Wird im Spätherbst gepflanzt, bitte die Neupflanzung bis zum frühen Frühjahr mit Reisig oder Gartenvlies abdecken. Darauf achten, dass die Stauden gut angedrückt werden, damit sie nicht nach oben frieren und hoch gedrückt werden. Sollte das doch der Fall sein, bitte nach dem Winter wieder kräftig andrücken.

Was ist Kompost?

Kompost besteht aus organischem Material, z.B. aus organischen Gartenabfällen. Er steigert die Fruchtbarkeit des Bodens und fördert mit seinen Millionen von Bodenlebewesen die Krümelstruktur im Boden. Gut abgelagerter Gartenkompost (circa 1 bis 3/4 Jahre alt) kann gerne jedes Frühjahr als Dünger und zur Bodenverbesserung im Staudenbeet oder bei der Neuanlage von Staudenbeeten ausgebracht werden. Kompost kann inzwischen auch bei den meisten Stadtwerken bezogen werden.

Was ist ein Unkrautvlies?

Bei Neuanlagen von Staudenbeeten oder Steingartenbeeten kann ein Unkrautvlies gute Dienste leisten. Die Pflanzfläche wird wie unter dem Punkt ‚In welchen Boden werden Stauden gepflanzt’ vorbereitet und die Erde mit dem Vlies abgedeckt. Bitte keine günstige Plastikfolie wählen, sondern ein hochwertiges, atmungsaktives und wasserdurchlässiges Gewebevlies. Durch das Vlies können Wildkräuter nur schwer hindurch wachsen. Wasser, Luft und Nährstoffe werden gut in der Erde gehalten.

Wie pflanze ich meine Stauden ein?

Nachdem Sie den Boden feinkrümelig und eben vorbereitet haben, sollten Sie die Pflanzen erst einmal an ihren zukünftigen Platz legen, um noch Veränderungen vornehmen zu können. Erst wenn alles Ihren Vorstellungen entspricht, pflanzen Sie die Stauden so, dass sie im Beet etwas tiefer sitzen wie im Topf, da sich der lockere Boden noch senkt. Dabei leistet ein Handspaten gute Dienste. Bitte kräftig andrücken und angießen. Je nach Nährstoffgehalt des Bodens empfiehlt sich meist auch eine leichte Düngung. 

Welchen Pflanzabstand brauche ich für meine Stauden?

Der richtige Pflanzabstand hängt einerseits davon ab, wie breit die einzelnen Stauden einmal werden, andererseits auch davon, wann sie ein geschlossenes Bild geben sollen. Unter der Rubrik 'Standort' in unserem Staudengärtnereishop ist bei den einzelnen Stauden der Bedarf pro m² angegeben.

Als Faustzahl rechnet man etwa 5 bis 6 Beetstauden je m², bei breitwüchsigen genügen auch 2 bis 3. Bei kleineren Beetstauden geht man von 6 bis 8, bei vielen Steingartenpflanzen von 8 bis 10 pro m² aus. Für Pflanzungen, die sehr schnell geschlossen sein sollen, wie bei der Grabbepflanzung, können auch 15 bis 20 Pflanzen benötigt werden.

Welchen Standort möchten meine Stauden?

Für jeden Standort gibt es die richtige Staude! Am richtigen Standort bleiben die Pflanzen gesund, wachsen und blühen reich. Die Symbole Sonne, Halbschatten, Schatten, die auch in unserem Katalog oder im Online-Shop verwendet werden, kennzeichnen die Lichtverhältnisse, die die Stauden benötigen. Die Anzahl der Tropfen zeigen die Bodenansprüche der Stauden von trocken bis sehr feucht. 

Kann ich unter Bäumen und Sträuchern Stauden pflanzen?

Möchten Sie schwierige Standorte unter Bäumen und Sträuchern mit Stauden bepflanzen, wo der Boden durch die Gehölze stark verfilzt ist, bringen sie eine etwa 10 cm hohe Schicht Humus (z.B. Kompost) aus. Anschließend pflanzen Sie geeignete Bodendecker hinein und gießen die Pflanzen in den ersten Wochen regelmäßig. Geeignete Pflanzen finden sie unter Trockener Schatten. 

Was charakterisiert einen sonnigen Standort?

Die Sonne scheint den ganzen Tag oder die überwiegende Zeit, immer aber in den wärmsten Stunden des Tages ab Mittag oder Nachmittag ungehindert auf die Fläche.

Was charakterisiert einen absonnigen/hellen Standort?

Das Beet hat keine direkte Sonneneinstrahlung, die Fläche liegt aber die meiste Zeit des Tages und immer während der heißen Stunden im hellen Bereich von Gehölzen und Gebäuden.

Welches Klima mögen die Stauden aus der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin?

Das Markgräflerland, in dem unsere Stauden angezogen werden, ist durch warme lange Sommer und kalte Winter gekennzeichnet, der Schwarzwald liegt gleich nebenan! 

Demzufolge können Sie unsere Stauden in allen Teilen Deutschlands ohne Probleme verwenden. In besonders rauen Gebieten achten Sie bitte auf die Symbole →Winterschutz, →Früh! (Frühjahrspflanzung empfohlen) und →Kübelpflanze, frostfrei überwintern und schützen diese so ausgezeichneten Pflanzen extra.

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