<b>Stauden schneiden</b><br><i>Was Sie über das Schneiden von Stauden wissen sollten</i>

Stauden schneiden
Was Sie über das Schneiden von Stauden wissen sollten

Remontierschnitt Nachblüteschnitt Frühsommerschnitt Frühherbstschnitt Selbstaussaat verhindern Pilzbefall vorbeugen Nachwinterschnitt Gräser schneiden

Remontierschnitt

Wie Sie die Nachblüte von Stauden fördern

Wie Sie sicherlich wissen, gibt es zahlreiche Gründe, Stauden zu schneiden. Zur besseren Übersicht haben wir diese in einzelne Rubriken aufgeteilt.

Der Remontierschnitt bedeutet den Totalrückschnitt der Stauden unmittelbar nach der Blüte, etwa 5-10 cm über dem Boden. Dieser Schnitt fördert einen sortenbedingten zweiten Blütenflor, dabei ist eine Nachdüngung hilfreich. Einen gesunden Neuaustrieb (Bestockung) und eine Selbstaussaat der Stauden wird verhindert, falls das nicht gewünscht sein sollte.   

Nachblüteschnitt

Wie Sie neues Laub durch richtiges Schneiden erhalten

Im Frühsommer blühende mittelhohe Füllstauden wie Achillea, Frauenmantel und Brunnera, entwickeln nach einem Rückschnitt des alten Laubes handbreit (ca. 30 cm über dem Boden) innerhalb von zwei Wochen schönes neues Laub, welches für den Rest des Jahres ansprechend aussieht. Dieser Schnitt fördert einen vitalen Neuautrieb, dieser beugt einem Pilzbefall und Welkeerscheinungen vor, die Erhöhung der Lebensdauer wird gefördert, starke Selbstaussaat vermieden und die Sortenechtheit gewährleistet.

Polsterstauden, wie z.B. Alyssum (Steinkraut), Iberis (Schleifenblume) und Phlox subulata (Polsterphlox) werden nach der Blüte am besten mit einer Rasenkantenschere kräftig zurück geschnitten, damit die Polster kompakt bleiben.   

Frühsommerschnitt

Für reichverzweigte, üppig und lang blühende Stauden

Viele hohe Beetstauden können Mitte/Ende Mai um etwa ein Drittel zurück geschnitten werden. Dabei entwickeln Sie viele neue Seitenknospen mit neuen Blütentrieben, welche nur wenig später wie ihre nicht zurück geschnittenen Artgenossen blühen, sich aber durch eine höhere Standfestigkeit und reichere Blüte auszeichnen. Dazu gehören z.B. Astern, Helenium (Sonnenbraut), Helianthus (Staudensonnenblume), Monarda (Indianernessel), Phlox (Flammenblume) und Sedum (Fetthenne).   

Frühherbstschnitt

Schneiden, um eine bessere Vitalität zu erreichen

Auch bei den Stauden gibt es empfindliche und etwas kurzlebigere Pflanzen. Wenn diese im Juli kräftig auf circa 30-40cm zurück geschnitten werden, bilden sie eine schöne Überwinterungsrosette und die Chance, dass die Pflanzen auch einen kalten langen Winter überdauern, steigt. Dazu gehören z.B. Gaura (Prachtkerze) und Gaillardia (Kokarden- oder Malerblume).   

Selbstaussaat verhindern

Schneiden, um Selbstaussaat zu verhindern

Wenn Sie nicht zu viele Sämlinge von z.B. Alchemilla (Frauenmantel), Aquilegia (Akelei), Astrantia und Centranthus (Spornblume) haben wollen, schneiden Sie die Samenstände nach der Blüte aus. Das fördert auch die Bildung von neuem Laub (siehe auch Schneiden, um neues Laub anzuregen). Bei Zwiebelpflanzen wird die Zwiebelneubildung gestärkt.   

Pilzbefall vorbeugen

Schneiden, um einem Pilzbefall vorzubeugen

Paeonien werden im Herbst bodeneben abgeschnitten und das Laub in der Mülltonne entsorgt, damit keine Pilze im Boden überwintern können. Helleborus haben ab und zu braune Flecken auf den Blättern. Wird das alte Laub vor der Blüte schon im Dezember bodeneben ausgeschnitten und in der Mülltonne entsorgt, bildet sich schönes neues Laub und die Blüten sind viel besser sichtbar. Bei Astern, Delphinium, Monarda, Phlox und Salvia nemorosa mit Pilzbefall schneiden Sie das Laub ebenfalls ab und entsorgen es. Das reicht häufig als Pflanzenschutzmaßnahme aus. Weitere Hinweise zu Pilzen und Schädlingen siehe Pflanzenschutz.   

Nachwinterschnitt

Pflegerückschnitt im Frühjahr

Der Pflegerückschnitt erfolgt bei diesen Stauden erst im darauffolgenden Frühjahr in der Regel unmittelbar auf den Boden. Die Pflanzen sind „Gerüstbildner“ während des Winters, dazu gehören besonders die Gräser. Die Winterhärte ist besser und Samenstände bieten im Winter Nahrung für zahlreiche Vogelarten.   

Gräser schneiden

Bitte beachten Sie beim Schnitt von Gräsern

Wir empfehlen Ihnen, Carex (Segge) und Festuca-Arten (Schwingel) nicht komplett zurück zu schneiden. Bitte kämmen Sie diese nur vorsichtig aus, damit bereits ausgetriebene Blätter erhalten bleiben.   

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