<b>Stauden teilen</b><br><i>Wie Sie Stauden richtig teilen</i>

Stauden teilen
Wie Sie Stauden richtig teilen

Alles, was Sie über das Teilen von Gartenpflanzen wissen sollten

Warum teilen?

Zum Teilen von Stauden gibt es verschiedene Gründe:
Es gibt Beetstauden, wie Astern und Iris sibirica, die im Lauf der Jahre von innen verkahlen. Die Pflanzen zeigen Ihnen so quasi an, dass sie geteilt und somit verjüngt werden möchten! Manche Beetstauden, wie Monarda (Indianernessel) und Echinacea (Sonnenhut), sind so reich- und langblütig, dass sie sich nach einigen Jahren verausgabt haben und die Blütenfülle abnimmt.

Wann und wie werden Stauden richtig geteilt?

Wenn Sie merken, dass die Blütenfülle abnimmt, nehmen Sie nach der Blüte die Stauden auf, teilen Sie die Ballen mit der Hand oder dem Spaten und pflanzen Sie sie, nachdem Sie den Boden mit Kompost aufgebessert haben, erneut ins Beet ein.

Pflanzen, die von innen heraus verkahlen, werden mit der Grabegabel oder dem Spaten ausgegraben, die frischen neuen Triebe an den Seiten werden abgeteilt und neu gesetzt, das alte braune Mittelstück kann auf dem Kompost entsorgt werden.

Stauden die nach 3 bis 5 Jahren aufgenommen und geteilt werden sollen

  • Achillea ptarmica (Sumpfgarbe)
  • Aquilgia (Akelei)
  • Armeria maritima (Strandnelke)
  • Aster tongolensis (Frühlingsaster)
  • Chrysanthemum (Margeriten)
  • Dodecatheon meadia (Götterblume)
  • Doronicum (Gemswurz)
  • Echinacea purpurea (Purpursonnenhut)
  • Lychnis chalcedonica (Brennende Liebe)
  • Monarda-Hybriden (Indianernessel)
  • Nepeta (Katzenminze)
  • Oenothera tetragona (Hohe Nachtkerze)
  • Saxifraga-Arendsii Hybriden (Moos-Steinbrech)
  • Scabiosa caucasia (Scabiose)

Kurzlebige Stauden die nach 3 bis 5 Jahren -über Aussaat angezogen- neu gepflanzt werden

  • Althea (Stockrose)
  • Leucanthemum vulgare (Wiesen Margerite)
  • Digitalis (Fingerhut)
  • Gaillardia Hybriden (Kokardenblume)
  • Lavathera, Malva (Malvenarten)
  • Linum perenne (Staudenlein, z.T. Selbstaussat)
  • Papaver nudicaule (Island-Mohn)
  • Penstemon barbatus (Bartfaden)
  • Primula (Schlüsselblume)
  • Thalictrum (Wiesenraute)
  • Verbascum (Königskerze)

Stauden die nach 6 bis 10 Jahren geteilt und umgepflanzt werden sollten:

  • Aconitum (Eisenhut)
  • Antennaria dioica (Katzenpfötchen)
  • Aster (Kissen-, Sommer-, oder Herbstastern)
  • Campanula (Stauden-Glockenblume)
  • Chasmanthium latifolium (Plattährengras)
  • Delphinium Hybriden (Rittersporn)
  • Erigeron Hybriden (Feinstrahlaster)
  • Festuca (Schwingel)
  • Liatris spicata (Prachtscharte)
  • Phlox (Flammenblume)
  • Physostegia virginiana (Gelenkblume)
  • Origanum vulg. Compactum (Oregano, Wilder Majoran)
  • Salvia nemorosa (Sommer-Salbei)
  • Veronica (Ehrenpreis)

Kurzlebige Stauden die nach 6 bis 10 Jahren -über Aussaat angezogen- neu gepflanzt werden

  • Carlina acaulis (Silberdistel)
  • Inula ensifolia (Zwerg-Alant)
  • Limonium latifolium (Strandflieder)
  • Melica ciliata (Perlgras)
  • Stipa - Arten (Federgras)

Stauden die nach 10 bis 15 Jahren geteilt und umgepflanzt werden sollten

  • Anaphalis-Arten (Perlkörbchen)
  • Asphodeline lutea (Junkerlilie)
  • Carex grayi (Morgensternsegge)
  • Echinops (Kugeldistel)
  • Helenium-Hybriden (Sonnenbraut)
  • Helianthus-Arten (Stauden-Sonneblume)
  • Heliopsis in Sorten (Sonnenauge)
  • Hemerocallis-Hybriden (Taglilie)
  • Iris-Arten (Schwertlilie - unmittelbar nach Blüte)
  • Lavandula-Arten (Lavendel)
  • Lysimachia punctata in Sorten (Gold Felberich)
  • Micanthus sinensis in Sorten (Chinaschilf)
  • Phlomis russeliana (Brandkraut)
  • Rudbeckia fulgida (Sonnenhut)
  • Santolina-Arten (Heiligenkraut)
  • Stachys byzantina (Woll-Ziest)

Äußerst langlebige Stauden welche auch ohne Verjüngung sehr dauerhaft sind, * z.T. aber aufgrund ihres Ausbreitungsdranges öfters reduziert werden müssen

  • Anemone hupehensis in Sorten (Herbst-Anemone)
  • Anemone japonica in Sorten (Japan-Anemone)
  • Aruncus dioicus (Waldgeißbart)
  • Asarum europaeum (Haselwurz)
  • Astilbe chinensis, A.thunbergii (Astilbe)
  • Bergenia-Hybriden (Bergenie)
  • Brunnera macrophylla (Kaukasus-Vergissmeinnicht)
  • Buglossoides purpurocaerulea (Blauroter Steinsame *)
  • Carex pendula (Riesen-Segge)
  • Chelone obliqua (Schlangenkopf)
  • Convallaria majalis (Maiglöckchen *)
  • Cyclamen-Arten (Freiland-Alpenveilchen)
  • Epimedium-Arten (Elfenblume)
  • Hemerocallis-Hybriden (Taglilie)
  • Hepatica -Arten (Leberblümchen)
  • Hosta-Arten (Funkie)
  • Helleborus orientalis (Lenzrose)
  • Luzula (Wald-Marbel)
  • Omphalodes verna (Gedenkemein)
  • Pachysandra terminalis (Ysander)
  • Paeonia-Arten (Pfingstrose - Teilung im Herbst)
  • Physalis franchetii (Lampionblume *)
  • Pulmonaria-Arten (Lungenkraut)
  • Symphytum grandiflorum (Kaukasus-Beinwell *)
  • Vinca minor (Kleines Immergrün)
  • Waldsteinia-Arten (Ungarwurz, Gold-Erdbeere

Iris werden am besten im Sommer nach der Blüte geteilt

Bei frisch geteilten Iris kommt nicht zwangsläufig jede schon im ersten Jahr zur Blüte. Es hängt oft ein wenig von der Rhizomgröße und dem Zeitpunkt der Teilung ab. Im Spätsommer geteilte Iris blühen in der Regel auch bereits im ersten Frühling. Frühjahrsteilungen brauchen mehr Zeit, da die Pflanzen empfindlicher gestört werden. Im zweiten Standjahr sollten sie jedoch alle eine Blüte schaffen.

Gräser werden immer im Frühling geteilt

Paeonien werden immer im Herbst geteilt, sollten lieber jahrelang unverpflanzt stehen gelassen werden

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