Schneckenfeste Blumen

Kein Schlaraffenland für Schnecken

Von-Stefanie-Schaffer-Ein-Gastbeitrag-aus-dem-Magazin-Lust-auf-Natur-Weck-Verlag-8

Kupferblech, Kaffeesatz … oder einfach die richtige Auswahl an wenig schmackhaften Pflanzen – Gärtner haben’s in der Hand, ihr Blütenparadies wirkungsvoll vor Fraßattacken zu schützen.


 

Nacktschnecke

Wenn Pflanzen über Nacht aus dem Garten verschwinden, sind fast immer Nackt- oder Wegschnecken die Übeltäter.

Etwas Gutes hatte er ja, dieser irrsinnig heiße und trockene vorige Sommer: Schnecken waren kaum ein Problem – weder im Obst- und Gemüsegarten noch in den Blumenbeeten. Das erste Mal seit Langem kamen alle ausgesäten Sonnenblumen durch und lieferten im Herbst Futter zuhauf für Meisen, Buntfinken und Spatzen. Auch an Dahlien und Rittersporn keine Spur von Schneckenschleim. Selbst die Funkien, sonst der Renner am sommerlichen Schnecken-Büfett, behielten bis weit in den Herbst hinein ihre makellosen formschönen Blätter.

Ob auch dieses Jahr wieder ein schneckenfreies wird? Eher unwahrscheinlich. Schon ein bisschen mehr Regen und Feuchtigkeit genügt, um die gefürchteten Raspelmäuler flugs wieder zurück in den Garten zu locken. Trocken oder nass – es kommt, wie es kommt. Was jedoch nicht heißt, dass wir Gärtner gegenüber Schnecken völlig machtlos wären. Unter den vielen Möglichkeiten ist Maßnahme Nummer eins die Auswahl der richtigen Pflanzen.

Zarte-Blatter-haben-Schnecken-zum-Fressen-gern

Vor allem die zarten Lilien-Funkien haben die Schleimer zum Fressen gern. Die härteren Blaublatt-Funkien treffen weniger den Geschmack.

Kluge Pflanzenwahl

Gerade fürs Blumenbeet gibt es zahllose Arten, die Schnecken überhaupt nicht mögen und die auch in feuchteren Jahren weitestgehend unbehelligt bleiben. Je derber und härter die Blätter einer Pflanze, umso weniger appetitlich sind sie für Schnecken. Alles, was schön zart ist, wird hingegen hemmungslos verputzt. So sind selbst Arten, die eigentlich nicht auf dem Menü-Plan stehen, als kleine Sämlinge oder während des frühjährlichen Austriebs oft extrem gefährdet.

Damit es kein Debakel gibt, braucht gerade junges Grün ausreichend Schutz. Dahlienknollen beispielsweise sollte man zunächst in Gefäßen vortreiben und die Pflanzen erst dann in die Beete setzen, wenn sie bereits etwas „zäher“ sind. Auch Blumen, die aus Samen gezogen werden, überleben die ersten Wochen eher in Töpfen als auf den Beeten. Am besten stellt man die Gefäße gleich nach der Aussaat auf einen Tisch oder eine Gartenbank oder schützt den grünen Kindergarten durch spezielle Barrieren. Dies kann ein professioneller Schneckenzaun sein, dessen obere Kante spitzwinklig nach außen gebogen und damit für die allermeisten Tiere unüberwindbar ist. Wer weniger Geld ausgeben will, umstreut seine zarten Schützlinge mit einem mindestens handbreiten Wall aus Stein- oder Sägemehl, Sand oder Kaffeesatz. Solange es nicht regnet und die feine Streu schön staubig bleibt, kriechen Schnecken nur sehr ungern darüber.

kupferklebeband-mindestens-3cm-dick

Mindestens 2,5 Zentimeter müssen Kupferbänder breit sein, damit sie sich zur Schneckenabwehr eignen.

Der Kupfer-Trick

Ebenfalls abschreckend wirkt Kupfer – ein Metall, das für Schnecken giftig ist und deshalb fast immer gemieden wird. Bequem in der Anwendung und relativ preisgünstig sind selbstklebende Kupferbänder, mit denen man Töpfe, Schalen oder auch ganze Beete umgeben und so in schneckenfreie Schutzzonen verwandeln kann.

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