Nachhaltigkeit bei Gräfin von Zeppelin
Die Umwelt ist uns wichtig. Als Staudengärtnerei arbeiten wir täglich mit Pflanzen und natürlichen Ressourcen. Deshalb achten wir in vielen Bereichen unserer Gärtnerei auf einen bewussten Umgang mit Wasser, Energie und Materialien und entwickeln unsere Arbeitsweisen kontinuierlich weiter.
Inhalt
- Was bedeutet Nachhaltigkeit für unsere Gärtnerei?
- Der Garten – ein Refugium für den modernen Menschen
- Nachhaltigkeit im Garten beginnt mit der Pflanzenauswahl
- Nachhaltigkeit und Gartenkultur
Was bedeutet Nachhaltigkeit für unsere Gärtnerei?
Für uns bedeutet Nachhaltigkeit, verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen umzugehen, die wir für unsere tägliche Arbeit benötigen. Dazu gehören unter anderem Wasser, Energie, Boden und Materialien. Gleichzeitig möchten wir unsere Pflanzen so kultivieren, dass sie langfristig Freude im Garten bereiten können.
Dabei geht es für uns nicht um eine einzelne Maßnahme, sondern um viele Bereiche unseres Gärtnereialltags. Wir hinterfragen unsere Arbeitsweisen regelmäßig und suchen nach Möglichkeiten, Ressourcen bewusster einzusetzen, Materialien sinnvoll zu nutzen und unsere Abläufe weiterzuentwickeln.
Produktion
Wir vermehren und kultivieren unsere Pflanzen zum Großteil selbst (Pflanzenkinderstube und Mutterpflanzenquartiere). Einige Pflanzen kommen aus anderen Gärtnereien, häufig Teil von regionalen Gärtnern. Arbeitsschutz und Tariflöhne sind daher auf hohem deutschen Niveau.
Handarbeit
Wir pflegen unsere Pflanzenquartiere noch in Handarbeit. So können wir individuell auf Bedürfnisse eingehen und schnell reagieren.
Topf-Recycling
Für unsere gebrauchten Töpfe entrichten wir Abgaben, damit sie dem Dualen System zugeführt werden können. D.h., Sie als Kunde können sie im Gelben Sack sammeln und der Wiederverwertung zuführen. Wir sammeln ebenfalls unsere Töpfe und führen sie dem Recycling zu.
Multitopfplatten
Die Platten zur Anzucht unserer Jungpflanzen sind wiederverwendbar.
Transportkisten
Unsere Transportkisten werden im Gartenbau als Pfandkistensystem genutzt.
Pflanzenverpackung
All unsere Stauden werden unverpackt (ohne Cellophan-/Blisterverpackungen) angeboten.
Versand
Kartons, Papier und kompostierbare Chips sind unsere hauptsächlichen Verpackungsmaterialien.
Kultursubstrate
Der Torfeinsatz ist reduziert; stattdessen kommen bei uns Rindenhumus und Holzhäcksel zum Einsatz (torfreduziertes Substrat).
Wasser
Tröpfchenbewässerung, Zisternen und innovative Regnertypen reduzieren unseren Wasserverbrauch. Zudem nutzen wir eine eigene Quelle.
Boden
Wir erhalten die Bodenfruchtbarkeit durch Bearbeitung, Gründüngung, Bepflanzung und entsprechende Ruhephasen für den Boden.
Energie
Das moderne, neue Heizsystem sowie die Isolierung unserer Gewächshäuser senken den Energieverbrauch auf das Notwendige.
Dünger
Wir lassen unsere Böden regelmäßig untersuchen, um bedarfsgerecht zu düngen. Damit reduzieren wir den Nährstoffaustrag ins Grundwasser.
Landschaft
Wir pflegen Freiflächen, vielfältige Hecken sowie Rabatten mit großer Diversität zur Erhaltung von Naturräumen auf unserem Gelände. Und: Unsere Pflanzen wirken dem Landschaftsverbrauch im Privatgarten entgegen.
Abfall / Kompost
Wir kompostieren nicht nur konsequent organisches Material, sondern nutzen diesen Kompost auch wieder zum Anbau von Pflanzen.
Pflanzenschutz
Wir praktizieren integrierten Pflanzenschutz und nutzen Pflanzenstärkungsmittel sowie die Möglichkeiten des biologischen Pflanzenschutzes. Zudem schaffen wir optimale Kulturbedingungen z.B. durch Mulchen, Pflege zum richtigen Zeitpunkt, mechanische und thermische Unkrautreduzierung. Durch das ökologische Gleichgewicht und die große Pflanzenvielfalt leben eine ganze Reihe von Nützlingen in unserer Gärtnerei, die zur Pflanzenpflege beitragen.
Der Garten – ein Refugium für den modernen Menschen
Helen von Stein hat bereits 1966/67 in ihrem Vorwort zum Pflanzenkatalog den Sinn eines Gartens und die Bedeutung seiner Pflanzen thematisiert. Erstaunlich, wie aktuell ihre Worte noch immer sind.
Wir vermehren, kultivieren und verkaufen Stauden – also mehrjährige, winterharte Pflanzen, die sich für die Verwendung in unseren Gärten eignen. Darunter finden sich viele Pflanzenarten, die auch in der Natur vorkommen, beispielsweise Margeriten, Fingerhut, Schlüsselblumen, Waldmeister, Sumpfdotterblumen, Diptam oder Glockenblumen. Im Garten können diese Pflanzen kultiviert werden, ohne dass dafür Pflanzen aus natürlichen Beständen entnommen werden müssen.
Neben solchen Wildformen umfasst unser Sortiment auch zahlreiche Pflanzen aus anderen Teilen der Welt. Über Jahrhunderte wurden Pflanzen gesammelt, kultiviert und in Gärten weitervermehrt. So gelangten viele Arten in unsere Gartenkultur, die heute ganz selbstverständlich Teil unserer Pflanzenschätze sind.
Hinzu kommen zahlreiche Sorten, die durch Auslese und Züchtung über Generationen hinweg entstanden sind. Die Geschichte der Pflanzen- und Blumenzucht reicht mehrere Tausend Jahre zurück. Durch diese gärtnerische Arbeit entstanden beispielsweise unterschiedliche Blütenfarben und -formen oder Sorten mit veränderten Blütezeiten. Je nach Pflanze können solche Eigenschaften auch für die Verwendung im Garten interessant sein – etwa wenn eine längere Blütezeit dazu beiträgt, dass über einen längeren Zeitraum Blüten als Nahrungsangebot für Insekten zur Verfügung stehen.
Nachhaltigkeit im Garten beginnt mit der Pflanzenauswahl
Auch bei der Gestaltung eines Gartens spielt die Auswahl der Pflanzen eine wichtige Rolle. Welche Pflanze an welchem Standort gut wächst, wie lange sie dort bleiben kann und wie viel Pflege sie benötigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine passende Auswahl kann dazu beitragen, dass Pflanzen sich langfristig gut entwickeln und nicht bereits nach kurzer Zeit ersetzt werden müssen.
Stauden sind dabei mehr als eine dekorative Ergänzung im Garten. Sie prägen den Lebensraum Garten über viele Jahre und können dort unterschiedliche Funktionen übernehmen. Ihre Blüten bieten Insekten und Schmetterlingen Nahrung, ihre Wurzeln tragen zur Struktur und zum Stoffhaushalt des Bodens bei. Wie alle grünen Pflanzen nehmen auch Stauden während des Wachstums Kohlendioxid auf und geben Sauerstoff ab.
Stauden für viele Jahre
Stauden sind mehrjährige Pflanzen. Bei passenden Standortbedingungen können viele von ihnen über viele Jahre im Garten wachsen und sich dabei zu stattlichen Pflanzen entwickeln. Entscheidend sind dabei vor allem die Ansprüche der jeweiligen Staude an Licht, Boden, Feuchtigkeit und Pflege.
Wer Pflanzen passend zum vorhandenen Standort auswählt, schafft gute Voraussetzungen für eine langlebige Pflanzung. So kann vermieden werden, dass Pflanzen aufgrund ungeeigneter Bedingungen nach kurzer Zeit ausgetauscht werden müssen.
Vielfalt für unterschiedliche Standorte
Ein vielfältiger Garten bietet Platz für Pflanzen mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen. Für sonnige, schattige, trockene oder feuchtere Bereiche gibt es jeweils geeignete Stauden und andere Gartenpflanzen.
Eine standortgerechte Pflanzenauswahl bedeutet dabei auch, die natürlichen Bedingungen des Gartens zu berücksichtigen. Pflanzen, die mit ihrem Standort gut zurechtkommen, benötigen in der Regel weniger zusätzliche Unterstützung durch Bewässerung oder Pflege.
Blüten als Nahrungsangebot für Insekten
Viele Blütenpflanzen können Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung bieten. Dabei unterscheiden sich Pflanzen unter anderem hinsichtlich Blütezeit, Blütenform und der für Insekten zugänglichen Nahrungsangebote.
Eine abwechslungsreiche Pflanzung mit unterschiedlichen Blütezeiten kann dazu beitragen, dass über einen längeren Zeitraum Blüten im Garten vorhanden sind. Welche Pflanzen dafür geeignet sind, hängt unter anderem von Standort und gewünschter Blütezeit ab.
Nachhaltigkeit und Gartenkultur
Seit 1926 verbinden wir gärtnerische Erfahrung, Pflanzenvielfalt und Gartenkultur im Markgräflerland. Unser Wissen und unsere Erfahrungen aus vielen Jahrzehnten prägen unsere Arbeit bis heute.
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