Ein Garten kann ganz unterschiedlich gestaltet sein: natürlich und locker, klar strukturiert, romantisch oder geprägt von mediterranem Flair. Welcher Gartenstil zu Ihnen passt, hängt unter anderem von Ihren persönlichen Vorlieben, den Gegebenheiten des Grundstücks und dem gewünschten Pflegeaufwand ab.
In diesem Überblick stellen wir verschiedene Gartenstile vor und zeigen, welche Pflanzen und Gestaltungselemente jeweils typisch sind.
Gartenstile in Kürze
- Garten für Bienen und andere Insekten: Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten und Blütenformen können als Nahrungsquelle für verschiedene Insekten dienen.
- Naturgarten: Lockere Pflanzungen mit Gehölzen, Stauden und Gräsern sowie natürlichen Strukturen.
- Klimagarten: Pflanzenauswahl mit Arten, die an sonnigen Standorten mit zeitweise trockenen Böden zurechtkommen.
- Gräsergarten: Gräser bestimmen das Erscheinungsbild und werden mit Gehölzen, Zwiebelpflanzen und einzelnen Stauden kombiniert.
- Bauerngarten: Geometrisch gegliederte Beete mit Zier- und Nutzpflanzen.
- Rosengarten: Rosen bilden den Mittelpunkt und werden mit passenden Stauden, Gräsern und Gehölzen kombiniert.
- Pflegeleichter Garten: Auswahl robuster und langlebiger Pflanzen sowie Pflanzungen mit überschaubarem Pflegeaufwand.
- Mediterraner Garten: Pflanzen aus dem mediterranen Formenkreis und eine entsprechende Gestaltung, insbesondere für warme und geschützte Standorte.
Der Garten für Bienen und andere Insekten

Bei diesem Gartenstil steht die Auswahl von Pflanzen im Mittelpunkt, deren Blüten von Bienen und anderen Insekten als Nahrungsquelle genutzt werden können. Sinnvoll ist eine Kombination verschiedener Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten, sodass sich das Blütenangebot über die Gartensaison verteilt.
Geeignet sind beispielsweise Obstgehölze und andere früh blühende Gehölze für das Frühjahr sowie Stauden und Halbsträucher mit Blüten im Sommer und Spätsommer. Offene Blüten sind für viele Insekten leichter zugänglich als stark gefüllte Blüten. Auch die Gestaltung des Gartens spielt eine Rolle. Verblühte Pflanzenteile können über den Winter stehen bleiben und werden erst im Frühjahr zurückgeschnitten. Dadurch bleiben die Pflanzenstrukturen während der kalten Jahreszeit erhalten.
Bei der Pflanzenauswahl sollten Standort, Blütezeit und Blütenform berücksichtigt werden. Eine einzelne Pflanzenart stellt dabei nicht automatisch eine geeignete Nahrungsquelle für alle Insekten dar.
Der Naturgarten

Der Naturgarten orientiert sich an einer lockeren, natürlichen Gestaltung. Gehölze, Wildstauden, Gräser und Zwiebelpflanzen werden miteinander kombiniert und können unterschiedliche Lebensräume und Strukturen im Garten schaffen. Typisch sind beispielsweise Wildrosen, Kornelkirsche, Schneeball oder Wildbirne. Ergänzt werden sie durch Stauden, Gräser und Zwiebelpflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten. Früchte, Samenstände und Herbstfärbung sorgen zusätzlich für jahreszeitliche Veränderungen. Verblühte und vertrocknete Pflanzenteile können bis zum Frühjahr stehen bleiben und werden anschließend zurückgeschnitten.
Wie hoch der Pflegeaufwand ist, hängt von der Pflanzenauswahl, der Größe des Gartens und der gewünschten Gestaltung ab.
Der Klimagarten
Ein Klimagarten berücksichtigt bei der Pflanzenauswahl insbesondere sonnige Standorte, hohe Temperaturen und zeitweise trockene Böden.
Dafür kommen Pflanzen infrage, die mit solchen Bedingungen zurechtkommen. Dazu gehören beispielsweise Katzenminze, Steppensalbei, Wolfsmilch, Heiligenkraut, Prachtkerze oder verschiedene Federgräser. Auch Gehölze wie Perückenstrauch, Felsenbirne oder weidenblättrige Birne können je nach Standort eingesetzt werden.
Entscheidend ist die Abstimmung auf die tatsächlichen Bedingungen im Garten. Auch trockenheitsverträgliche Pflanzen benötigen nach der Pflanzung in der Regel Wasser, bis sie ausreichend eingewurzelt sind. Boden, Sonneneinstrahlung und vorhandene Wasserversorgung sollten deshalb bei der Planung berücksichtigt werden.
Der Gräsergarten

Im Gräsergarten bestimmen unterschiedliche Gräser das Erscheinungsbild. Chinaschilf, Rutenhirse, Lampenputzergras oder Reitgras können großflächiger eingesetzt und mit Gehölzen und einzelnen Stauden kombiniert werden. Gehölze und Bäume schaffen unterschiedliche Höhen und können die Pflanzung gliedern. Zwiebelpflanzen sorgen insbesondere im Frühjahr für zusätzliche Blüten.
Viele Ziergräser behalten ihre Struktur über Herbst und Winter. Der Rückschnitt erfolgt bei vielen Arten erst im Frühjahr. Zeitpunkt und Höhe des Rückschnitts richten sich nach der jeweiligen Pflanzenart.
Der Bauerngarten

Der Bauerngarten verbindet Zier- und Nutzpflanzen und greift traditionelle Gestaltungselemente auf. Typisch sind geometrisch gegliederte Beete, die beispielsweise durch niedrige Einfassungen voneinander getrennt werden. Für die Bepflanzung eignen sich unter anderem Pfingstrosen, Rittersporn, Lupinen, Storchschnabel, Astern und Stockrosen. Ergänzt werden können die Beete durch Gehölze wie Flieder, Bauernjasmin oder Holunder sowie durch Obst- und Beerengehölze.
Der Pflegeaufwand hängt unter anderem von der Größe der Beete, der Auswahl der Pflanzen und dem Aufwand für die Einfassungen ab.
Der Rosengarten

Ein Garten von edlem Charakter, geprägt durch das Bild der Rosen begleitet von Stauden, Gräsern, Zwiebelpflanzen und Gehölzen, die die Rosenblüte zeitgleich unterstreichen oder das Frühjahr mit Eleganz einleiten.
Im Rosengarten stehen Rosen im Mittelpunkt der Gestaltung. Je nach gewünschtem Aufbau können Bodendeckerrosen, Beetrosen oder Strauchrosen mit Stauden, Gräsern, Zwiebelpflanzen und Gehölzen kombiniert werden.
Als Begleitpflanzen eignen sich beispielsweise Anemonen, Ziersalbei, Storchschnabel, Iris, Sterndolde, Königskerze oder Ehrenpreis. Unterschiedliche Wuchshöhen sorgen für eine gestaffelte Pflanzung. Gehölze mit auffälliger Blüte oder interessantem Laub können den Hintergrund bilden. Bei der Auswahl der Rosen sollten Standort, Boden, Wuchsform und gewünschter Pflegeaufwand berücksichtigt werden.
Der pflegeleichte Garten

Ein pflegeleichter Garten wird mit Pflanzen zusammengestellt, die zum vorhandenen Standort passen und nach ihrer Etablierung möglichst wenig zusätzliche Pflege benötigen. Geeignet können beispielsweise langlebige Stauden und Gräser sein, die mit den vorhandenen Licht- und Bodenverhältnissen zurechtkommen. Pflanzen wie Storchschnabel, Salbei, Sonnenhut oder Fetthenne können je nach Art und Standort eingesetzt werden. Eine wiederkehrende Pflanzenauswahl kann die Gestaltung vereinfachen. Auch Pflanzen, deren Samenstände und Blätter über den Winter stehen bleiben können, reduzieren bestimmte Pflegeschritte im Herbst. Wie pflegeleicht ein Garten tatsächlich ist, hängt immer von Standort, Pflanzenauswahl, Bewässerung, gewünschtem Erscheinungsbild und Größe der Fläche ab.
Der mediterrane Garten

Ein besonderer Garten, mit dem Flair des Südens und einem Hauch von Urlaub.
Der mediterrane Garten orientiert sich an Pflanzen und Gestaltungselementen, die an südliche Regionen erinnern. Besonders geeignet sind warme, sonnige und geschützte Standorte, beispielsweise in Weinbaugebieten. Typische Pflanzen sind Lavendel, Blauraute, Heiligenkraut, Salbei, Rosmarin, Sonnenröschen, Thymian und Katzenminze. Auch Gehölze wie weidenblättrige Birne, Quitte, Mandelbaum oder Feige können je nach Standort eingesetzt werden. Graugrüne Blätter, helle Blüten und violette oder zart gelbe Farbtöne prägen häufig das Erscheinungsbild. Kiesflächen, Naturstein und Terrakotta können die Gestaltung ergänzen. Bei empfindlicheren mediterranen Pflanzen sollte insbesondere auf Winterhärte und einen geeigneten Standort geachtet werden.